Der Klimawandel verschärft Trockenheit und Hitze. Warum macht genügend Restwasser unsere Flüsse widerstandsfähiger?
Laut Klimamodellen wird es längere Trockenperioden im Sommer geben, dafür intensivere Regenevents. Fehlt ausreichendes Restwasser, sind lange Trockenphasen für Gewässerlebewesen fatal. Mit mehr Wasser erwärmt sich der Fluss langsamer, Sauerstoff bleibt erhalten und Fische finden Laichplätze und können wandern.
Wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf, damit unsere Flüsse ihre Funktionen auch in Zukunft erfüllen können?
An erster Stelle müssen wir Bewusstsein schaffen und ein Umdenken erreichen. Das Wasser gehört in die Flüsse und ist kein unendlicher Selbstbedienungsladen. Der Klimawandel fordert unsere Gewässer zusätzlich. Es gilt, Massnahmen zu ergreifen, damit unsere Lebensadern nicht austrocknen, und Verantwortung zu übernehmen – seitens Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Dafür darf es mehr als das absolute Minimum sein. Noch gibt es Leben im Fluss – damit es so bleibt, müssen wir jetzt handeln.
